Königin einer schlaflosen Nacht


Sterne glitzern am nachtblauen Himmel,
die Luft ist kalt und klar.
Alles ist ruhig – schläft.
Irgendwo bellt ein Hund,
sonst nichts –
Stille, weite Stille.


Jetzt raus!
Über Felder laufen,
sich vor Bäumen verneigen,
mit den Pflanzen sprechen,
den Schlaf der Tiere hören,
in der lichtlosen Geborgenheit 
leise Lieder singen und
weisse Wolken ausatmen.
Auf Elfen warten,
mit den Kobolden tanzen,
Geheimnisse anlächeln,
über Tautropfen stolpern.
Glitzersterne ins Haar flechten,
Nebelschleier anziehen,
durch Luftschlösser schreiten
und den Mut ängstigen.
Mit der Mondsichel die Sorgen
niedermähen –
Träume säen, Ruhe ernten
und dann den Schlaf finden,
in dieser weiten Stille.